Positiver Kulturschock in Ho Chi Minh

 

Nach 3 1/2 Wochen Laos landen wir in der riesen Metropole Ho Chi Minh und wisst Ihr womit wir geflogen sind ???

Ja, ich hatte gesagt NIE WIEDER, aber es ging einfach nicht anders 🙂 Laos Airlines zum 2. Dieses mal ohne irgendwelche Zwischenfälle.

img_20190404_012446_3278953370644312996395.jpg
Last Time „Lao Airlines“

Wir hatten uns für ein Appartement entschieden, in dem wir unsere Weiterreise in Ruhe planen können, Nudeln mit Tomatensosse kochen können und
wir freuten uns endlich wieder auf eine Grossstadt.

Am Flughafen war eine endlos Lange Schlange an der Immigration, Ilyas bekam schon leichte Panik – er hat es nicht so mit Geduld und langen Wartezeiten 😉
und so mussten wir uns irgendwie die 1 Stunde mit Toilettengängen, Schnick-Schnack-Schnuck spielen und ein bisschen Tablet schauen
vertreiben bis wir endlich dran waren.

E-VISUM VIETNAM

Wer unseren letzten Blogartikel gelesen hat, weiss, dass das E-Visum doch relativ lange gedauert hat bwz. auch wirklich jedes Visa einzeln und an verschiedenen
Tagen kam. Demnach konnten wir unseren eigentlich geplanten Flug am 9.3. nicht buchen und konnten daher erst 5 Tage später fliegen. Diese 5 Tage fehlten uns dann
leider beim Visum, da unsere Einreise auf den 9.3. datiert war.

Obwohl ich gelesen habe, dass das Visum erst ab tatsächlicher Einreise gültig ist, geht es wohl nach Laune des Menschen der da sitzt und dein Visum überprüft wohl auch anders. Aber egal, dachten wir uns, wer weiss vllt. gefällt uns Vietnam auch gar nicht
und wir reisen schon eher weiter.

Nachdem wir unsere Rucksäcke eingesammelt hatten, besorgten wir uns bei einer super gelaunten Damen (total ironisch gemeint) 😉 eine Sim Karte.

Draussen warteten wir dann auf unser Uber, das 2 mal vom Fahrer storniert wurde – warum auch immer – und verbrachten nochmal 1 Stunden vor dem Flughafen
wartend auf ein Fahrzeug, dass uns zu unserer Unterkunft bringt.

Endlich kam ein Fahrer, der uns ziemlich schlecht gelaunt den Kofferraum öffnete und die Kinder zwischendurch immer wieder mal böse anschaute, wenn Sie irgendwas
im Auto anfassten oder laut waren …… hhmmmmmmm……. so sind also die Vietnamesen ??? Das Auto war von innen überall mit Plastik abgedeckt und wir bemerkten
mehr als einmal, das die Vietnamesen hier ziemliche Sauberkeitsfanatiker sind, was Ihre Autos angeht. Jedes mal wenn wir ausstiegen wurde einmal über die
Sitze gewischt :-O Monk lässt grüssen

Der Fahrer fand die Adresse nicht auf Anhieb und wollte uns – was wir ja schon aus Laos kannten – irgendwo rauslassen, weil er keine Lust mehr zu haben schien weiter
zu fahren. Karim bestand aber darauf, dass er uns zu der genannten Adresse fuhr. Als wir dann endlich ankamen, wollte er natürlich mehr Geld haben, was Karim verneinte.
Ziemlich agressiv rauschte er davon und ich glaube er beschimpfte uns noch auf vietnamesisch 🙂

FURZSESSEL IN DER EINGANGSHALLE

Man kann ja nicht immer Glück haben mit der Unterkunft !!!!!

Wir standen vor einem riesigen Hochhaus, alles ziemlich edel……vor der Türe steht ein Pförtner, der uns empfängt und auf eine Sitzgruppe zeigt, wo wir warten sollen.
Karim lässt sich in einen der Sessel fallen und es ertönt ein lautes „puuuuuppppssss“

Die Kinder lachen sich kaputt über den Furzsessel und probieren ihn natürlich auch
gleich aus. Sofort kommt der Pförtner angerannt und ruft „stop it“ …..okkkk……Karim und ich gucken uns an und finden keine Worte………hhhhmmmmmmmm……………...so sind also die Vietnamesen ?!?!?!?!

2 Minuten später kommt ein junger Mann der uns in das Appartement im 5 Stock bringt. Er gibt uns den Türcode, erklärt wie die Klimaanlage funktioniert, die Vorhänge – die elektrisch sind  -auf und zu gehen.

Irgendwie ist hier alles elektrisch und ich komme mir vor wie im Jahr 2090. Ilyas setzt sich auf die Couch und der nette Mann weisst uns darauf hin, dass die Kinder sich doch besser nicht auf die Couch setzen sollen, da Sie sonst schmutzig werden könnte.

Was für ein Griff ins Klo, war dieses Appartment, so steril und ohne Seele – eigentlich ja so gar nicht unser Stil. Aber gut. Zwei Nächte mussten wir es hier aushalten und ja klar es gibt viel schlimmeres. Aber trotzdem ist es echt nervig und anstrengend die ganze Zeit darauf zu achten, dass die Kinder ja nicht das Sofa bekleckern …..also verbringen wir die meiste Zeit einfach draussen…….

Wir finden im Internet das einzige Marokkanisches Restaurant, dass auch noch fussläufig erreichbar ist, denn die Kinder wollen schon soooo lange mal wieder „Harrira“ essen.

Also machen wir uns zu Fuss auf den Weg zum Destrikt 2, dass wohl DAS Touristengebiet ist. Wir überqueren 5 spurige Strassen mit bestimmt 100.000 von Rollern, so viel Roller habe ich selbst in Indien noch nicht gesehen und kommen nach ca. 20 Minuten in dem marokkanischen Restaurant an. Natürlich schmeckt es alles andere als marokkanisch, macht aber nichts, es schmeckt trotzdem 🙂

Danach latschen wir zum „organic Supermarket“ und kaufen einige Essensachen für die nächsten 2 Tage ein bevor wir uns für den Rückweg dann ein Taxi schnappen. Ziemlich müde, schlafen wir alle recht zeitig ein.

BALI RUFT

Am nächsten Tag fahren wir zum Bahnhof um Nachtzugtickets nach Na Thrang zu kaufen. Hier scheinen wirklich alle, morgens mit dem linken Fuss aufzustehen. Die Mitarbeiterin am Ticketschalter schaut uns noch nicht einmal an und scheint ziemlich genervt. Sie sucht uns eine Verbindung raus und wir wollen per Kreditkarte bezahlen. Klappt nicht…… die Frau ist noch genervter und  verweist uns auf einen Bankautomaten ausserhalb des Bahnhofes. Karim läuft zum Automaten und mit keiner einzigen Karte können wir Geld ziehen…..na super. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt,
und wir sind kurz davor zu sagen, dass wir das alles sein lassen und einfach zum Appartment fahren und einen Flug nach Bali buchen. In den letzen Tagen und Wochen in Laos, haben wir uns so sehr nach Bali gesehnt, nach einem „schönen“ Ort, mit lieben Menschen, gutem Essen und schönen Unterkünften und momentan scheint es so, dass uns Bali wohl wirklich ruft. Nichts will klappen und irgendwie läuft alles schief.

Ich möchte Vietnam, aber nicht verlassen und nur Ho Chi Minh gesehen haben…… nach einer kurzen Verschnaufpause gehe ich zum Automaten und versuche nochmal Geld zu ziehen und siehe da…..der Automat ist gnädig und möchte wohl, dass wir noch in Vietnam bleiben. Wir bezahlen die Tickets, bei der noch genervteren Frau, denn Sie dachte wohl, dass wir nicht mehr wieder kommen und muss nun wieder alles von neu machen……… 🙂

20190316_181920-01
Railwaystation Ho Chi Minh

KOMPROMISSE

Wir schliessen einen Kompromiss, sollte es weiterhin so laufen wie hier und sollten wir uns dort wo wir nun hin fahren nicht wohlfühlen, werden wir direktly nach Hanoi fahren und in den Flieger nach Bali steigen…….

ZUGFAHREN IN VIETNAM

20190317_062706-01
Zugfahren ist überall auf der Welt ein Abenteuer

Ja aufs zugfahren habe ich mich mal wieder super gefreut. Wir verbringen den Tag bis 14 Uhr im Appartment bzw. am Pool, denn wir wollen ja nicht, dass das Sofa beschmutzt wird, bevor wir unser Gepäck zum Bahnhof bringen. Wir fahren in die Stadt gehen essen und anschliessend noch Cafe trinken und Proviant für die Zugfahrt kaufen. Um 19 Uhr fahren wir dann zum Bahnhof. Unser Zug wartet bereits und wir können es uns schonmal in unserm Abteil bequem machen.

20190316_200406-01
Toilette im Vietnamesischen Zug

Die Zugfahrt ist klasse und wir kommen ausgeruht am nächsten morgen in Song Cau an. Der Fahrer des Ocean Beach Hostels erwartet uns bereits und scheint auch echt nett zu sein 😉 Think positiv ist das Motto und tatsächlich, wir werden super herzlich begrüsst, bewundern die wirklich schöne 1 Stündige Autofahrt,vorbei an Bergen und saftig grünen Reisfeldern, all das was wir in Laos vermisst hatten. Wir kommen an und ich staune nicht schlecht über diesen wunderschönen Strand mit glasklarem Wasser und richtig weissem weichen Sand. Die Kinder springen sofort in Ihre Schwimmsachen, verbuddeln sich im Sand und springen ins Meer.

Sorry Bali, aber Du musst warten…….unsere Zeit in Vietnam fängt jetzt erst so richtig an ❤

Roadtrip durch Laos

Hier findet Ihr einen Überblick über unsere 3 1/2 wöchige Reise durch Laos, mit Verlinkungen zu Unterkünften und genauen Daten wie wir wo und wie lange geblieben sind.

Tag 1 – Tag 6

Luang PrabangSunrise Garden House

6 Tage verbrachten wir in Luang Prabang. Eine gemütliche kleine saubere und übersichtliche Stadt mit französischem Einfluss. Es gibt überall kleine Bäckerein, Cafe au Lait, Petit pain, La vache qui rie und natürlich die schönen alten kleinen Kolonialhäuschen.

Es gibt jeden Abend einen Nachtmarkt, mit allerlei Krims Krams, Klamotten, bemalten Kokosnussschalen, Taschen, Bildern und und und……

Wir haben uns – nachdem Ilyas wieder fit war – folgende Sehenswürdigkeiten angeschaut

  • Mount Phousi
  • Old Quarter Luang Prabang
  • Royal Palace Museum (achtet auf Eure Kleidung, vor uns war eine Frau die eine „kaputte“ lange Jeans anhatte, Sie durfte nicht rein)
  • Bamboo Bridge
  • Nam Ou River
  • Kuang Si Falls

Luang Prabang ist eine nette Stadt, war aber nicht ganz so unser Fall. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Stadt einfach nur für Touristen gemacht ist.

Tag 6 – Tag 8

Nong Khiaw Hotel Ou River House

Am Tag 7 fahren wir morgens früh mit einem Privat Taxi von Luang Prabang nach Nong Khiaw. Dort verbringen wir 3 Tage in dem wunderschönen Ou River House. Die Unterkunft hat lediglich 6 Zimmer auf einer Art Boot gebaut. Jedes Zimmer hat eine kleine Terrasse die direkt auf dem River liegt. Davor ein kleines eigenes Floss, auf dem man über den River schippern kann.

Wir laufen einmal am Tag durchs Dorf, die Kinder spielen im Sand am Fluss. Nach 3 Tagen buchen wir eine 1 tägige Tour mit dem Boot durch 2 kleine Dörfer, nach Muang Ngoy, wir besuchen eine Tropfsteinhöhle und laufen zu einem wunderschönen Wasserfall.

Wir laufen durch ein kleines wirklich ursprüngliches Dorf. Yara und Ilyas hatten vorher ein paar Malsachen und Spielsachen aussortiert, die Sie im Dorf an die Kinder verschenken wollten.

Als wir mit dem Boot halt machen und einen kleinen Berg hinauf laufen, kommen uns schon einige Kinder entgegen. Die beiden wissen gar nicht wem Sie zuerst eines Ihrer Geschenke geben sollen. Sie verteilen fleissig Ihre Sachen und die Kinder laufen glücklich in Ihr Haus zurück und fangen gleich an zu malen ❤

Yara strahlt über ihr ganzes Gesicht und sagt: Es ist ja noch viel schöner Sachen zu verschenken , als selbst Sachen geschenkt zu bekommen. Können wir noch mehr Sache aussortieren und verschenken. ❤

Anschliessend laufen wir 1 Stunde zum Wasserfall, gehen schwimmen und machen ein Picknick, bevor es 1 Stunde zurück zum Boot geht.

In Nong Khiaw wartet schon unser Fahrer der uns von dort aus direkt nach Luang Prabang bringt. Um 21 Uhr kommen wir in Luang Prabang an und auch hier will uns der Taxifahrer wieder an irgendeiner Ecke mit 2 schlafenden Kindern und Gepäck rauslassen, ohne zu wissen wo überhaupt unsere Unterkunft ist. Sein Sohn hatte sogar schon den Kofferraum aufgemacht und unsere Rucksäcke auf die Strasse gestellt.

Als wir dann endlich im Hotel ankommen fallen wir alle nach einem kurzen Essen müde ins Bett.

Tag 9- Tag 11

Luang Prabang

Am nächsten Tag wechseln wir nocheinmal das Hotel, weil das Preis-Leitungsverhältniss alles andere als gut war. Wir finden eine kleines Hotel direkt an der Hauptstrasse für 25 EUR direkt in der Nähe des Avis-Büros. Denn am nächsten Tag startet unser Roadtrip durch Laos. Eigentlich wollten wir noch an dem Almosengang der Mönche morgens früh teilnehmen, aber nachdem wir so viel negatives darüber gehört haben – über peinliche Touristen, die den Mönchen Ihre Kamera ins Gesicht halten und Touristen, die sich absolut nicht angemessen kleiden entscheiden wir uns dagegen.

Tag 11 – Tag 12

Vang Vieng

Um 9 Uhr holen wir unser Gefährt ab und machen uns gespannt auf den Weg in den Süden.

ERSTE STATION VANG VIENG

Wir haben schon so einiges von Vang Vieng gehört und gelesen, aber das was wir dort sehen übertrifft es alles. Mir kommt Vang Vieng vor wie eine staubige Baustelle, mit hunderten von (hauptsächlich Chinesen) die mit Buggys durch die Stadt rasen.

Wir finden etwas ausserhalb ein halbwegs passables Hotel (dessen Namen ich leider vergessen hab) gehen eine echt gute Pizza – bei einer Marokkanerin – essen und gehen relativ früh schlafen um am nächsten morgen schnell wieder zu verschwinden.

Tag 12 – Tag 15

Vientaine –Azalea Park View Hotel

ZWEITE STATION VIENTAINE

Wir kommen in Vientainne an und fühlen uns gleich wohl. So eine ruhige, saubere und entspannte Stadt.

Unser Hotel liegt zentral und wir gehen gleich nach dem einchecken bei mönchen um die Ecke vegetarisch essen.

Wir verbringen 3 schöne Tage in Vientainne und besuchen

  • Wirklich schöne Tempel
  • Den Buddahpark
  • Cope Visitor Center – EIN MUSS
Gib eine Beschriftung ein

Das Cope Visitor Center stimmt uns wirklich nachdenklich und vor allem Yara ist sehr berührt, Sie möchte, wenn wir zurück in Deutschland sind ein Referat über die Mienenopfer in Laos schreiben und Spenden für die Organisation sammeln.

Also solltet Ihr in Vientaine sein geht unbedingt ins Cope Visitor Center !!!!

Tag 15 – Tag 16

Kong Lor Caves

Das Highligth unserer Laos Reise. Die 7 km lange Höhle durchfährt man mit einem kleinen Boot. Jeder wird ausgestattet mit Schwimmweste und Stirnlampe.

Eine wirklich beeindruckende Erfahrung.

Unsere Unterkunft nenne ich an dieser Stelle nicht, denn die war wirklich unterirdisch.

Tag 16 – Tag 18

Savannaketh – Daosavanh Resort & Spa Hotel

Einer dieser Orte mit dem „Überraschungseffekt“

Eigentlich war nur ein kurzer Stop in Savannaketh auf dem Weg nach Pakse geplant. Aber die Stadt gefällt uns so gut, dass wir gleich 3 Tage bleiben. Wir haben ein tolles Hotel direkt am River – am anderen Ufer ist schon Thailand zu sehen – mit einem tollen grossen Pool, den man bei der Hitze hier auch wirklich braucht.

Hier gibt es einen total süssen kleinen entspannten Night Market mit tollem Essen. Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt und finden ein super süsses Cafe – mit Kinderspielecke 😱 – so entspannt haben wir seit Wochen keinen Cafe mehr getrunken 😍 wer mit Kindern reist, weiss an dieser Stelle was ich meine.

Unser Stamm Cafe

Nach 3 Tagen geht es weiter nach Pakse.

Hier beantragen wir unser e-Visum für Vietnam und hoffen, dass wir es in den nächsten Tagen im Emailfach haben um in ein paar Tagen von Pakse aus nach Vietnam fliegen können.

Tag 18 – Tag 20

Pakse – PhuBaChiang Golf & Resort Pakse

Auch hier fühlen wir uns ziemlich wohl, haben fast das ganze Hotel für uns alleine.

Hier verbringen wir weitere 2 Tage, da wir auf unser Visum warten um den Flug buchen zu können. Jedoch bekommen wir nur 2 von 5 Visas und es muss Plan B her, da auch nicht täglich Flüge nach Vietnam gehen.

Wir entscheiden uns den Loop zu machen und uns die Wasserfälle in Paksong anzuschauen.

Tag 20 – Tag 22

PaksongSabaidee Valley Resort

Für die letzten Tage gönnen wir uns etwas Luxus.

Ein eigener Bungalow mit Blick auf die Berge und kleinem eigenen Pool.

 

 

Am Abend truddeln auch die letzten 3 Visas ein und wir können endlich unseren Flug nach Ho Chi Minh buchen.

Tag 22 – Tag 23

Pakse – PhuBaChiang Golf & Resort Pakse

Den letzten Tag verbringen wir am Pool und packen die letzten Sachen zusammen bevor es am nächsten morgen zum Flughafen geht.

Tag 23

FLUG VIETNAM

Wir freuen uns auf ein weiteres neues Land und neue Abenteuer