Marokko

Agdz …..

einer dieser Orte ❤

Eigentlich sollte Agdz ja nur ein Zwischenstop auf dem Weg in die Wüste sein, denn wir wollten ja nach Mhamid um dort eine Nacht im Zelt in der Wüste zu schlafen. Der Weg von Ait Benhaddou nach Mhamid bzw. Zagora war uns jedoch zu weit, so dass wir die Strecke in zwei teilen wollten und eben eine Nacht in Agdz verbringen mochten.

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In Ait Benhaddou sagte uns schon jeder „ach was wollt ihr den in Agdz?? das ist nur ein kleines Dorf, mehr nicht“ Aber wir hatten einfach das Gefühl, dass es uns gefallen würde und wie wir schon so oft auf unseren Reisen gelernt haben

Höre auf dein Gefühl

Ja und das war genau richtig. Wir reservierten einen Tag vorher das „Casbah des Artes“ telefonisch und waren einfach total geflasht als wir dort ankommen. Dorf ist wirklich das richtige Wort für Agdz und die Casbah wie aus einer Filmkulisse. Wir waren mal wieder die einzigsten Gäste dort und fühlen uns in dieser Burg wie Burgfräulein und Burgherr. Yara und Ilyas erkundeten die Burg und liefen aufgeregt überall rum. Am Abend gab es dann ein Festmahl und wir entschieden uns noch länger zu bleiben.

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Abendessen im Casbah des Artes

Das Frühstück dann am Morgen war einmalig und der Blick von der Terasse wunder wunderschön und total unwirklich.

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Unser Ausblick beim Frühstück
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marokkanisches Frühstück

Danach erkundeten wir die alten Ruinen, die man durch eine kleine Tür direkt aus der Casbah erreichte und machten einen Spaziergang durch das Dorf, trafen Dorfbewohner auf Eseln, Frauen die mit Kindern an den Eingangstüren sassen, Kinder die uns neugierig anschauten.

Am Nachmittag ritten Ilyas und Yara auf 2 Eseln durch das Dorf – das war wohl das Highlight des Jahres – denn alle die uns sahen lachten sich kaputt. Touristen auf nem Esel….ob sie sowas schon mal gesehen hatten ???

Wir liefen durch Palmenhaine, Dattelplantagen und einfach wunderschöne Natur, bis wir zum ausgetrockneten Flussbett kamen. Eine wundervolle Kulisse, so friedlich und einfach nur schön.

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Nach ca. 1 1 /2 stunden kamen wir dann wieder in unserer Burg an und genossen ein wundervolles vegetarisches Essen mit anschliessendem Tee (und der Tee schmeckt wirklich überall anders).

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Abendessen im Casbah des Artes

Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit dem „Kellner und Guide“ zu einer alten Filmkulisse in einem Nachbardorf. Dort wurde „Der englische Patient“ gedreht und es ist halb so berühmt wie Ait Benhaddou aber 1000 mal interessanter. Man ging durch Gänge die wohl schon tausende Jahre alt waren, wo früher die Karawanen aus Indien hielten um Gewürze zu tauschen……und wäre jetzt ein Kamel durch die Gänge gelaufen hätte man sich wahrscheinlich um hunderte von Jahren zurückversetzt gefühlt.

Anschliessend wollten wir zu einem Wasserfall mitten in der Steinwüste fahren. Wir fuhren und fuhren und fuhren……überall Steine, Berge …..WO Bitteschön soll denn hier ein Wasserfall sein ?? Wir hielten an und parkten. Um uns herum …. STEINE….wir gingen ein paar Schritte bis wir zu einigen Treppen kamen. Unser Guide sagte „hier müssen wir runter“ Wir gingen die Stufen hinunter und staunten nicht schlecht, als wir vor uns eine wirkliche OASE sahen, aber seht selbst (Bilder sprechen mehr als Worte)

Wir gingen schwimmen, tranken Tee und assen Tajine und blieben bis es fast schon dunkel war. Yara und Ilyas spielten im Wasser, beobachteten Frösche, bauten Dämme und wollten am nächsten Tag wieder her kommen. Das taten wir dann auch ……. 🙂

Aus der geplanten 1 Übernachtung wurden 4 und die Wüstenübernachten verschoben wir aufs nächste Jahr…..

Aber gerade das ist eben das schöne am individuellen Reisen, alles kommt wie es kommt, aber meist nicht so wie gedacht …..

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